HerkulesAufgaben - Flipbook - Page 10
Das Dilemma: Effizienz gegen Freiheit
Dieses Szenario klingt utopisch, birgt aber eine immense politische Gefahr: Die totale Abhängigkeit
des Bürgers vom Staat. Wenn die Existenz der Mehrheit nicht mehr auf eigener Arbeit, sondern auf
staatlicher Zuteilung basiert, verschieben sich die Machtverhältnisse radikal. Die Frage, nach welchen
>Regeln< dieses Geld verteilt wird (Stichwort: Bedürftigkeit, Wohlverhalten oder
Giesskannenprinzip), wird zum dominierenden politischen Kampfplatz der Zukunft.
Wir bewegen uns hier an der Schnittstelle von Ökonomie und Philosophie. Möchten Sie sich ansehen,
welche konkreten Modelle (wie die Wertschöpfungsabgabe) in der Schweiz und Deutschland
diskutiert werden, um diesen Übergang zu finanzieren, oder wollen wir beleuchten, wie die Schweizer
Stimmbevölkerung bisher zu solchen radikalen Verteilungsideen stand?
Betrachten wir bitte zuerst die konkreten Modelle, um zuerst diesen Übergang und danach langfristig
die Existenzen überhaupt zu finanzieren.
Genau das ist die mathematische und ordnungspolitische Endstation dieses Weges. Wenn Maschinen
die Wertschöpfung erbringen, erodiert das klassische Lohnsteuersystem. Der Staat muss die
Besteuerung von der menschlichen Arbeit hin zum produzierenden Kapital verschieben und die
Erträge umverteilen.
Die ökonomischen Modelle für diesen historischen Übergang (die Transformationsphase) sowie für
die langfristige Existenzsicherung befinden sich im September 2026 hüben wie drüben in der harten
politischen Realität:
Phase 1: Modelle für den Übergang (Finanzierung der System-Transformation)
In der aktuellen Übergangsphase geht es darum, die bestehenden Sozialkassen (AHV und gesetzliche
Rentenversicherung) vor dem Kollaps zu schützen, während die Automatisierung Fahrt aufnimmt.
Dazu werden drei konkrete Übergangsmodelle forciert:
1. Die KI- und Robotersteuer (Mikro-Besteuerung von Technologie)
Anstatt den Roboter physisch zu besteuern (was Innovationen abwürgt), setzt sich das Modell der
Besteuerung des technologischen Mehrwerts durch.
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Das Modell: Ersetzt eine KI einen Angestellten, entfallen Lohnsteuer und Sozialabgaben. Das
Modell sieht vor, dass das Unternehmen einen Teil der eingesparten Abgaben als TechnologieAbgabe weiterführt.
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Aktueller Stand (Schweiz): Die Debatte ist im Sommer 2026 voll entbrannt. Der Schweizer
Nationalrat hat den Bundesrat gegen dessen Willen mit einer umfassenden Studie zu einem
grundlegenden Steuersystemwechsel und der Besteuerung von KI beauftragt (angestossen
durch die Mitte-Partei und die SP). Genfer Ökonomen wie Xavier Oberson warnen andernfalls
vor einer >Finanzkatastrophe< der Sozialwerke.
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Aktueller Stand (Deutschland): Prominente Denker wie Bill Gates forderten im August 2026
erneut vehement eine solche Steuer, um zu verhindern, dass das Steuersystem Arbeitgebende
regelrecht dazu drängt, Menschen durch Maschinen zu ersetzen.
2. Die Wertschöpfungsabgabe (Abkehr von den Lohnprozenten)
Dies ist das makroökonomische Gegenmodell zur reinen Lohnabgabe.
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Das Modell: Die Beiträge zur Rentenkasse bemessen sich nicht mehr an der reinen
Lohnsumme der Angestellten, sondern am Gesamtumsatz oder der Wertschöpfung des