HerkulesAufgaben - Flipbook - Page 15
Uff, ja bitte, betrachten wir alle drei obigen Anschlussfragen! Dann wird das hoffentlich nochmals
handfester.
Das ist der entscheidende Schritt, um das Bild von der theoretischen Vision in die handfeste Realität
des Jahres 2026 zu übersetzen. Wenn wir die Weltwirtschaft und die Existenzsicherung über
Algorithmen steuern, müssen die rechtlichen, ethischen und nationalen Strukturen dafür präzise
definiert sein.
Hier ist die konkrete Analyse aller drei Aspekte:
1. Die völkerrechtliche Instanz: Wer kontrolliert die Steuer-KI?
Um zu verhindern, dass eine Supermacht die Kontroll-Algorithmen zu ihren Gunsten manipuliert,
braucht es eine neutrale, global anerkannte Institution.
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Das Vorbild: Die IAEO (Internationale Atomenergie-Organisation). Sie kontrolliert
weltweit die friedliche Nutzung der Kernenergie. Analog dazu formiert sich im internationalen
Recht die Idee einer >World AI & Wealth Organisation< (WAWO).
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Die Struktur im Jahr 2026: Diese Behörde ist im Kern ein Zusammenschluss der OECD
(die bereits das Steuer-Know-how hat) und der UNO (für die globale Legitimation). Ihr
Hauptsitz müsste zwingend in einem neutralen, völkerrechtlich verankerten Staat wie der
Schweiz (Genf) liegen.
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Die Aufgabe: Die WAWO programmiert die Systeme nicht selbst, sondern sie betreibt CodeAuditing. Ihre Experten (eine Mischung aus KI-Sicherheitsforschern, Ökonomen und
Völkerrechtlern) prüfen den Quellcode der Verteilungs-Algorithmen fortlaufend auf
Hintertüren, Manipulationen oder systematische Benachteiligungen bestimmter Länder. Der
Code selbst muss als Open Source für die ganze Welt einsehbar sein.
2. Die ethischen Regeln: Was programmieren wir der KI ein?
Ein Algorithmus braucht klare mathematische Zielvorgaben (Optimierungsfunktionen). Wenn wir eine
KI anweisen, >Geld gerecht zu verteilen
gerecht< bedeutet. Hier
stossen zwei fundamentale Denkschulen aufeinander:
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Modell A: Das Utilitaristische Prinzip (Maximierung des Gesamtnutzens)
o
Die Regel: Die KI verteilt das Geld so, dass das globale Existenzminimum für jeden
Menschen weltweit gesichert ist und Hunger sowie extreme Armut mathematisch auf
null reduziert werden.
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Das Problem: Das würde bedeuten, dass gigantische Steuergelder aus Deutschland
und der Schweiz dauerhaft in den globalen Süden fliessen. Das ist global gerecht,
führt aber national in den Geberländern zu massiven politischen Widerständen.
Modell B: Das Leistungs- und Stabilitätsprinzip (Das reale Kompromissmodell)
o
Die Regel: Der Algorithmus arbeitet nach einem hybriden Schlüssel.
1. 60 % der Erträge bleiben in dem Land, in dem der Konsum stattgefunden
hat (Schutz des nationalen Steuersubstrats für Deutschland/Schweiz).
2. 30 % fliessen in einen globalen Transformationsfonds, der Ländern hilft,
deren Arbeitsmärkte durch KI kollabieren.