HerkulesAufgaben - Flipbook - Page 45
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Die progressiven jungen Frauen: In der Schweiz wie in Deutschland tendieren junge Frauen
stark nach links. Themen wie Klimaschutz, Gleichstellung, Woke-Diskurse und
Minderheitenrechte stehen bei ihnen ganz oben auf der Agenda. Gemäss dem Schweizer
Gleichstellungsbarometer und der SRG-Trendbefragung sehen Dreiviertel der jungen Frauen
eine fortbestehende Benachteiligung im System.
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Die konservativer werdenden jungen Männer: Junge Männer positionieren sich zunehmend
rechts-konservativ. Fast die Hälfte der jungen Männer in der Schweiz und Deutschland
empfindet den Kampf für Frauenrechte mittlerweile als Bedrohung der eigenen Chancen
oder sieht in "Woke/Gender" primär Scheinprobleme. Sie befürworten wieder vermehrt
traditionellere Rollenbilder (in der Schweiz befürworten über 30 % der jungen Männer wieder
das klassische Einverdiener-Modell).
3. Vertrauen in das System und Demokratieverständnis
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Schweiz (Gelebte Institutionen): Der Schweizer Jugend- und Demokratiemonitor
verzeichnet ein politisches Interesse auf Rekordniveau. Junge Schweizer stützen das System
der direkten Demokratie bedingungslos. Da sie über Volksabstimmungen direkt mitbestimmen
können, ist die Anfälligkeit für radikale, systemstürzende Narrative deutlich geringer als in
Deutschland. Allerdings empfinden viele Jugendliche die politische Landschaft als hochgradig
komplex, was zu einer eher selektiven Stimmbeteiligung führt.
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Deutschland (Empfänglichkeit für Populismus): Zwar haben laut Shell-Studie noch immer
75 % Vertrauen in die Demokratie, doch die Zustimmung zu autoritären Denkmustern und
populistischen Slogans ist messbar gestiegen. Die Gen Z in Deutschland wählt bei
Landtagswahlen erstaunlich pragmatisch-reaktiv 3 was sich in signifikanten
Stimmenzuwächsen für die AfD (insbesondere bei jungen Männern) äussert, getrieben von
Migrations- und Sicherheitsängsten.
4. Migration und gesellschaftliche Vielfalt
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Schweiz (Pragmatismus mit Grenzen): Aufgrund des hohen Anteils an Jugendlichen mit
Migrationshintergrund (Secondos) ist Vielfalt im Alltag der Schweizer Gen Z absolute
Normalität. Dennoch zeigt die Vielfaltsstudie des Gottlieb Duttweiler Instituts (GDI), dass
rund 20 % der unter 25-Jährigen Vorbehalte gegenüber Minderheiten oder gesellschaftlichen
Trends (wie Wokeness oder Veganismus) äussern. Die Polarisierung wird stark durch SocialMedia-Blasen (wie TikTok) befeuert.
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Deutschland (Polares Dauerthema): In Deutschland ist die Haltung der Gen Z zur
Zuwanderung stark gespalten. Während ein grosser Teil Vielfalt und Toleranz als Kernwerte
lebt, äussern viele Jugendliche in Umfragen die Sorge, dass der Staat die Kontrolle über die
Zuwanderung verliert. Das Thema ist emotional extrem aufgeladen und spaltet Schulklassen
und Freundeskreise oft unversöhnlich.
Zusammenfassung des Generationen-Vergleichs
Kriterium
Gen Z in Deutschland
Gen Z in der Schweiz
Dominantes
Gefühl
Besorgt und gestresst, aber beruflich
pragmatisch.
Zufrieden und stolz, besorgt über die
persönlichen Lebenskosten.
Hauptsorge
Krieg in Europa, Wirtschaftskrise, Armut.
Lebenshaltungskosten, Mieten,
Krankenkassen.