HerkulesAufgaben - Flipbook - Page 46
Politisches
Ventil
Protestwähler an den Rändern (AfD/BSW) Initiativen und Referenden, starke
oder Rückzug.
Nutzung des Demokratiemodells.
Extreme Polarisierung zwischen jungen
Gemeinsamkeit Frauen (links) und jungen Männern
(rechts-konservativ).
"Wir schaffen das", war damals der mutige Aufruf von Angela Merkel. Realität oder Illusion aus
deutscher und aus Schweizer Sicht?
Mehr als ein Jahrzehnt nach Angela Merkels historischem Ausspruch vom 31. August 2015 lässt sich
die Frage nicht mehr mit einem einfachen >Ja< oder >Nein< beantworten. >Wir schaffen das< ist in
der Rückschau weder eine reine Realität noch eine reine Illusion, sondern ein zutiefst
ambivalentes Jahrhundertprojekt, das je nach Perspektive und Land völlig unterschiedlich
bewertet wird.
Die nüchterne Bilanz teilt sich in messbare Erfolge (Realität) und strukturelle Fehlkalkulationen
(Illusion).
1. Die deutsche Sicht: Das gespaltene Fazit
In Deutschland blickt man heute extrem differenziert auf das Erbe der Merkel-Ära.
Wo es Realität wurde: Die Arbeitsmarkt- und Bildungsbilanz
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Erfolgreiche Jobintegration: Ökonomen und das Institut für Arbeitsmarkt- und
Berufsforschung (IAB) werten die wirtschaftliche Integration rückblickend als
bemerkenswerten Erfolg. Rund zwei Drittel (ca. 64370 %) der Geflüchteten aus der ersten
Welle von 2015 sind heute erwerbstätig, die allermeisten davon in
sozialversicherungspflichtigen Vollzeitjobs.
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Stütze gegen den Fachkräftemangel: Angesichts der Pensionierung der Babyboomer haben
die damals Zugewanderten geholfen, Branchen wie die Pflege, das Handwerk, die
Gastronomie und die Logistik vor dem Kollaps zu bewahren.
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Bildungserfolge: Zehntausende junge Menschen, die 2015 als Kinder oder Jugendliche
kamen, haben deutsche Schulabschlüsse erworben und erfolgreich eine Berufsausbildung
absolviert.
Wo es zur Illusion wurde: Staatliche Infrastruktur und Politik
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Überlastung der Kommunen: Das Versprechen, die Zuwanderung administrativ >zu
schaffen