HerkulesAufgaben - Flipbook - Page 7
2. Der Staat zapft neue Geldquellen an
Ein reines Umlageverfahren über Lohnbeiträge funktioniert nicht mehr, wenn auf einen Rentner bald
nur noch zwei Erwerbstätige kommen.
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Deutschland pumpt schon jetzt weit über 100 Milliarden Euro pro Jahr aus dem allgemeinen
Steuertopf als Zuschuss in die Rentenkasse. Zukünftig sollen über das "Generationenkapital"
zusätzlich staatliche Kredite am Aktienmarkt angelegt werden, um Erträge zu sichern. Zudem
sieht die Rentenkommission vor, den Kreis der Beitragszahler langfristig auf Selbstständige
und Beamte auszuweiten.
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Die Schweiz steht durch die Annahme der 13. AHV-Rente unter massivem
Finanzierungsdruck. Neben einer wahrscheinlichen Erhöhung der Mehrwertsteuer sieht die
Reform «AHV 2030» vor, auch auf Kranken- und Unfalltaggelder AHV-Beiträge zu erheben
und hohe Firmen-Dividenden ab einer bestimmten Rendite wie normales Erwerbseinkommen
zu verbeitragen.
3. Der unsichtbare Rettungsanker: Produktivität und KI
Die grösste Hoffnung der Ökonomen liegt in der Automatisierung. Wenn durch Künstliche
Intelligenz (KI), Robotik und Digitalisierung die Wertschöpfung pro Kopf massiv steigt, kann eine
kleinere Erwerbsbevölkerung rein rechnerisch mehr Wohlstand für die ältere Generation
erwirtschaften. Die Produktivitätsgewinne müssen dann allerdings über Steuern oder Abgaben gezielt
in die Sozialsysteme umgelenkt werden.
Das ehrliche Fazit
Die Systeme werden nicht kollabieren, weil kein Staat seine Rentner verhungern lässt. Aber der Preis
für die Stabilität ist hoch und wird auf drei Schultern verteilt:
1. Die Jüngeren zahlen höhere Abgaben und Steuern.
2. Die Älteren arbeiten länger und müssen mit einer real sinkenden Kaufkraft ihrer Renten
rechnen.
3. Die Wirtschaft verliert durch den demografischen Gegenwind an Wachstumspotenzial, weil
Millionen Fachkräfte fehlen.
Es ist also kein plötzlicher Staatsbankrott zu befürchten, sondern ein jahrzehntelanger, zäher
Verteilungskampf.
Ok, danke. Wir mögen gerne rasch beleuchten, wie KI und Robotik finanzielle Entlastung der
Volkswirtschaften bringen soll.
Künstliche Intelligenz (KI) und Robotik sind volkswirtschaftlich gesehen die wichtigsten Hebel, um
das demografische Defizit auszugleichen. Das Prinzip dahinter ist reine Mathematik: Wenn die Zahl
der Arbeiter schrumpft, muss die Wertschöpfung pro verbleibendem Arbeiter massiv steigen,
damit das Bruttoinlandsprodukt (BIP) stabil bleibt und genügend Steuern und Abgaben für die
Sozialsysteme erwirtschaftet werden.
Eine McKinsey-Studie beziffert das theoretische Produktivitätspotenzial durch KI und Robotik allein
in Deutschland bis 2030 auf fast 500 Milliarden US-Dollar.
Wie diese finanzielle und strukturelle Entlastung konkret abläuft, lässt sich in drei Mechanismen
unterteilen: