HerkulesAufgaben - Flipbook - Page 8
1. Kompensation der "demografischen Lücke"
In der Schweiz gehen bis 2035 rund 460'000 Arbeitskräfte mehr in Rente, als junge nachrücken.
Deutschland verliert bis Mitte der 2030er-Jahre rechnerisch Millionen Erwerbspersonen.
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Automatisierung von Routineaufgaben: KI (insbesondere Agentic AI für autonome
Prozesse) übernimmt zeitintensive Büro- und Verwaltungsarbeiten (z.B. in Versicherungen, im
Controlling oder im Kundenservice). Eine Studie von Angestellten Schweiz zeigt, dass rund
28 % der Schweizer Arbeitsplätze stark von KI betroffen sind.
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Die Folge: Unternehmen müssen frei werdende Stellen von Pensionierten oft gar nicht mehr
neu besetzen. Die Volkswirtschaft schrumpft dadurch nicht, sondern hält ihren Output mit
weniger Personal aufrecht.
2. Entlastung von Fachkräften in nicht-automatisierbaren Branchen
Handwerk, Pflege und Bauwesen können nicht durch KI ersetzt werden. Dennoch sorgt Technologie
hier indirekt für Entlastung:
Bürokratie-Burnout stoppen: Pflegekräfte verbringen heute bis zu einem Drittel ihrer Arbeitszeit mit
Dokumentation. Wenn KI-Sprachassistenten diese Berichte automatisiert verfassen, gewinnen
Pflegende massiv Zeit für die eigentliche Arbeit am Menschen.
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Effizienz im Handwerk: Im Handwerk optimiert KI bereits die Tourenplanung, berechnet
Materialbedarfe oder übernimmt die telefonische Erstberatung rund um die Uhr. Das spart
Kosten und entlastet die bestehenden Teams.
3. Effizienzgewinne direkt im Rentensystem
Auch die Verwaltung der Rentengelder selbst wird kostengünstiger:
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KI-gestützte Verwaltung: Der World Economic Forum-Bericht legt dar, wie KI Betrugsfälle
bei Auszahlungen minimieren, Steueranreize optimieren und Verwaltungskosten von
Pensionskassen senken kann.
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Bessere Renditen für das Rentenkapital: Schweizer Pensionskassen und der deutsche
Staatsfonds nutzen vermehrt KI-Analysen, um Risiken an den Finanzmärkten präziser
vorherzusagen und die Rendite der angelegten Milliarden zu steigern. Höhere Renditen
bedeuten eine direktere Entlastung der Beitragszahler.
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Das grosse "Aber": Das Verteilungsproblem
Die volkswirtschaftliche Entlastung funktioniert nur, wenn die durch KI erzielten Gewinne auch bei
den Sozialsystemen ankommen. Hier liegt die politische Sprengkraft:
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Wegfall von Lohnabgaben: Wenn Software die Arbeit von Menschen übernimmt, fliesst für
diese "Arbeit" kein direkter Rentenbeitrag (wie sonst über die Lohnabrechnung) in die
Sozialkassen. Die Gewinne landen zunächst als Gewinn beim Unternehmen.
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Die Systemfrage: Ökonomen fordern deshalb zunehmend eine Anpassung der
Finanzierungsmodelle. Die Schweiz diskutiert im Zuge der 13. AHV-Rente bereits darüber,
Gewinne und Dividenden stärker zur Finanzierung heranzuziehen, anstatt nur die klassischen
Lohnbeiträge anzuheben.
Möchten Sie tiefer in die Debatte einsteigen, wie die Gewinne aus der KI-Automatisierung
steuerlich erfasst werden könnten, oder interessiert Sie, welche Berufsgruppen in der Schweiz und
Deutschland laut aktuellen Studien am stärksten vom KI-Wandel betroffen sind?