HerkulesAufgaben - Flipbook - Page 87
Quintessenz zur Reflektion
Der grosse Wunsch ist es, die Fähigkeit zu erlangen,
gesellschaftliche Resilienz gezielt herbeizuführen.
Nach all den Darstellungen und Einsichten auf den vorhergehenden Seiten fühlt man sich bereit, seine
Ansicht zur Erzielung kollektiver Resilienz einerseits und individuellen Beiträgen andererseits
darzulegen.
Ganz im Sinne der Forderungen in der Antwort auf das letzte Bedenken verzichte ich selbst darauf.
Denn jede weitere Definition käme einer erneuten, einschränkenden Beeinflussung gleich. Mit den
beiden nachfolgenden Zeichnungen, will ich lediglich das Handlungsspielfeld abstecken und
bedeutungsvolle Einflussfaktoren darstellen, die darin wirken. Damit will ich dem eigenen
Nachdenken und aktiven Gestalten den nötigen Raum geben.
Als Vertreter meiner älteren Generation, die zugegebener Massen doch auch einigen Unfug angerichtet
hat, versuche ich schon länger, nach Kräften auf Formen der menschlichen Existenz hinzuarbeiten,
welche mit den natürlichen Gegebenheiten in der Mitwelt synchron sind und welche mit der
Überheblichkeit, Bevormundung und Gewalt aufräumen sollen, in denen sich die Menschheit seit
jeher verfangen hat. Synchron mit Mit- und Umwelt zu werden, geht mit der Erkennung naturnaher
Regeln, Verfahren und Prinzipien einher und mit dem Bestreben, diese zu respektieren und für die
eigenen Zwecke nachzuahmen. Aus der jüngeren Diskussion gehören dazu die Bereiche der
nachwachsenden Ressourcen, der konsequenten Kreislaufwirtschaft, der Bionik für naturnahe
Verfahren, der Permakultur, der fairen Kooperation und der gesicherten Suffizienz. Im Rahmen dieser
Bereiche lassen sich die elementaren Existenzbedürfnisse durchaus erfüllen. Damit ist ganz viel Stress
den Menschen jeder Generation und ganz viel Stress in den hoch beanspruchten menschgemachten
Systemen überhaupt aus dem Spiel genommen. Damit werden die Gedanken und die Kräfte frei für die
anstehenden, grundlegenden und wegweisenden Reformen an diesem modernen, epochalen
Wendepunkt der Menschheit.
Bringen wir9s hinter uns oder vielleicht besser: Lassen wir endlich die Finger davon! Es ist höchste
Zeit. Spätestens 2040 sollen wir erleichtert sagen können, dass wir es als Menschheit gerade noch
geschafft haben, mit uns selbst und mit der Natur ins Reine zu kommen.
Und dass es endlich gut ist.